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Mehrsprachige Website in Luxemburg: welche Sprachen?

Französisch, Englisch, Deutsch, Luxemburgisch: wie Sie über die Sprachversionen Ihrer Website entscheiden, was jede kostet und wie sie korrekt ausgezeichnet werden.

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Das ist die luxemburgischste aller Fragen in einem Webprojekt, und diejenige, bei der am meisten Geld ohne Wirkung ausgegeben wird. Der Reflex lautet, alles in drei Sprachen zu übersetzen, „weil das Land dreisprachig ist“. In der Praxis bezahlt man diese Entscheidung mit Pflegeaufwand und verwässerter Sichtbarkeit.

Gehen Sie von Ihrer Kundschaft aus, nicht von der Statistik

Luxemburg hat eine sehr internationale Bevölkerung, aber Ihre Kundschaft ist nicht das Land, sondern ein Ausschnitt davon. Drei einfache Indikatoren, sofort verfügbar:

  • die Sprache Ihrer eingehenden E-Mails der letzten sechs Monate;
  • die Sprache, in der Ihre Telefonate ablaufen;
  • die Sprache der Angebote, die Sie ohnehin verschicken.

Wenn 90 % Ihrer Kontakte auf Französisch laufen, dient eine englische Fassung vor allem Ihrem guten Gewissen. Sind Ihre Kunden internationale Unternehmen auf Kirchberg oder in Cloche d'Or, ist Englisch vermutlich nützlicher als Französisch.

Was jede Sprache konkret bringt

Französisch deckt die Mehrheit der lokalen kommerziellen Suchanfragen ab und bleibt die administrative Referenzsprache. Für ein ortsgebundenes Geschäft ist sie der Ausgangspunkt.

Englisch richtet sich an internationale Einwohner, den Finanzsektor und ausländische Unternehmen im Großherzogtum. Im B2B und bei Dienstleistungen für Expatriates ist es oft entscheidend.

Deutsch erreicht die Grenzgängerkundschaft aus Deutschland, den Norden des Landes und einen Teil der ansässigen Bevölkerung. Im Handwerk, im Gesundheitsbereich und im Handel wiegt es mehr, als vielfach angenommen.

Luxemburgisch spielt in der Onlinesuche kaum eine Rolle, ist als Signal der Zugehörigkeit aber stark. Wenige Elemente (eine Seite „Über uns“, eine Begrüßung) wirken oft mehr als eine vollständige Übersetzung.

Was eine zusätzliche Sprache wirklich kostet

Rechnen Sie mit 20 bis 40 % des Erstellungsbudgets je zusätzlicher Sprache. Die Zahl überrascht, weil man nur an die Übersetzung denkt. Hinzu kommen aber:

  • Anpassung von Bildern und Beschriftungen;
  • Prüfung des Layouts, da Deutsch deutlich länger ausfällt als Französisch;
  • korrekte Verknüpfung der Sprachversionen untereinander;
  • und vor allem die dauerhafte Pflege dieser Fassung.

Der letzte Punkt kostet über drei Jahre am meisten. Jede neue Leistung, jede Preisänderung, jede Meldung muss überall nachgezogen werden. Eine seit zwei Jahren eingefrorene Sprachfassung schadet dem Bild mehr als eine fehlende.

Die häufigsten technischen Fehler

Maschinell übersetzen ohne Lektorat. Das fällt sofort auf und zerstört die Glaubwürdigkeit, im Deutschen besonders.

Nur einen Teil der Website übersetzen. Wer auf einer englischen Seite landet und danach auf fünf französische stößt, hat ein schlechteres Erlebnis, als wenn alles französisch geblieben wäre.

Eine einzige Adresse für alle Sprachen. Jede Fassung braucht ihre eigene URL, sonst kann eine Suchmaschine nur eine davon indexieren.

Die Entsprechungen nicht auszeichnen. hreflang-Angaben sagen jeder Suchmaschine, welche Fassung sie welchem Besucher zeigen soll. Ohne sie konkurrieren Ihre Versionen, statt sich zu ergänzen.

Automatisch nach Browsersprache umleiten, ohne Ausweg. Besucher müssen immer eine andere Sprache wählen können, und Suchmaschinen müssen alle Fassungen erreichen.

Ein schrittweises Vorgehen, das funktioniert

  1. Starten Sie in einer Sprache (der Ihrer Mehrheitskundschaft) mit vollständigem, sauber verfasstem Inhalt.
  2. Messen Sie drei bis sechs Monate: Herkunft der Besucher, Browsersprache, eingegangene Anfragen.
  3. Ergänzen Sie eine zweite Sprache auf den entscheidenden Seiten (Leistungen, Kontakt, Referenzen) statt auf der gesamten Website.
  4. Die dritte Sprache nur, wenn die zweite messbare Ergebnisse gebracht hat.

Dieses Vorgehen kostet weniger, führt zu Fassungen, die tatsächlich gepflegt werden, und vermeidet das häufigste Szenario: drei gleichzeitig gestartete Sprachversionen, von denen zwei nach einem Jahr brachliegen.

Sprechen wir über Ihr Projekt

Ein Gespräch von 30 Minuten genügt, um Umfang, Budget und Zeitplan abzustecken. Sie erhalten eine schriftliche Schätzung, unverbindlich.

Wir sitzen in Luxemburg und arbeiten im gesamten Großherzogtum.