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Ein Website-Angebot passt oft auf eine Seite mit einer Zahl. Genau das ist das Problem: das meiste, was die tatsächlichen Kosten und die Qualität des Ergebnisses bestimmt, steht nicht darauf. Das gehört in ein seriöses Angebot.
Die zwölf Punkte zur Prüfung
- Die Liste der Seiten, einzeln benannt, mit dem jeweiligen Inhalt. „Firmenwebsite, 8 Seiten“ verpflichtet zu nichts.
- Die enthaltenen Sprachen und die Art der Übersetzung: Fachübersetzung, Lektorat oder Übernahme Ihrer Texte.
- Wer die Texte schreibt. Schweigt das Angebot dazu, sind Sie es.
- Wer die Bilder liefert und ob lizenzierte Aufnahmen enthalten sind.
- Die Funktionen samt Umfang: ein Kontaktformular ist keine Terminbuchung, und diese ist kein Kundenbereich.
- Was ausdrücklich nicht enthalten ist. Ein gutes Angebot sagt auch, was es nicht abdeckt.
- Die Zahl der enthaltenen Korrekturschleifen bei den Entwürfen.
- Technisches SEO: Meta-Angaben, Struktur, strukturierte Daten, Sitemap, Ladezeit, Anbindung an die Search Console.
- Den Zeitplan, mit den Terminen, zu denen Ihre Rückmeldungen erwartet werden.
- Die laufenden Kosten des ersten Jahres: Domain, Hosting, eventuelle Lizenzen, Wartung.
- Die Eigentumsfrage: wem gehören am Ende Domain, Code, Inhalte und Zugänge.
- Die Zahlungsmodalitäten: Anzahlung, Teilzahlungen, Restbetrag.
Formulierungen, die stutzig machen sollten
„SEO inklusive“ ohne weitere Angabe. Technisches SEO und eine laufende Sichtbarkeitsbetreuung sind zwei verschiedene Dinge, von denen eines das Zehnfache des anderen kostet.
„Platz eins bei Google garantiert.“ Das kann niemand garantieren. Diese Zusage allein genügt, um einen Anbieter auszuschließen.
Eine monatliche Pauschale ohne Ausstiegsklausel. Prüfen Sie, was Sie beim Ausstieg mitnehmen: in manchen Modellen gehört Ihnen nichts.
Ein Preis weit unter Markt ohne erklärten Umfang. Nicht zwingend unseriös, bedeutet aber fast immer, dass Inhalt, Struktur oder Betreuung fehlen.
Kein Termin. Ein Angebot ohne Zeitplan ist ein Angebot ohne Zusage.
Fragen vor der Unterschrift
- Wer arbeitet konkret am Projekt, und wer antwortet in sechs Monaten?
- In welcher Frist reagieren Sie bei einem blockierenden Problem?
- Wie hoch ist Ihr Stundensatz außerhalb einer Pauschale?
- Kann ich drei Websites sehen, die Sie in den letzten zwölf Monaten geliefert haben?
- Was passiert, wenn ich in zwei Jahren den Dienstleister wechseln möchte?
Die Antworten zählen weniger als die Selbstverständlichkeit, mit der sie kommen. Wer bei der Frage nach der Domain zögert, verdient eine schriftliche Klärung.
Zwei Angebote mit großem Abstand vergleichen
Wenn zwei Angebote um das Dreifache auseinanderliegen, erklärt sich der Abstand fast immer über vier Posten:
| Posten | Günstiges Angebot | Vollständiges Angebot |
|---|---|---|
| Inhalt | vom Kunden geliefert | verfasst und optimiert |
| Gestaltung | angepasste Vorlage | eigene Gestaltung |
| Struktur | Standard | auf Suche und Conversion ausgelegt |
| Betreuung | keine | Einweisung, Gewährleistung, Erreichbarkeit |
Bringen Sie beide Angebote auf denselben Umfang, bevor Sie vergleichen. Oft halbiert sich der Abstand, und manchmal wird das günstigere Angebot zum teureren, sobald es vollständig ist.
Ein letzter Maßstab
Ein Angebot muss verständlich machen, was Sie kaufen, auch ohne Fachkenntnis. Wenn es fünf Rückfragen braucht, um die Zahl der Seiten zu erfahren, liegt das nicht an Ihrem Verständnis, sondern am Dokument.
Sprechen wir über Ihr Projekt
Ein Gespräch von 30 Minuten genügt, um Umfang, Budget und Zeitplan abzustecken. Sie erhalten eine schriftliche Schätzung, unverbindlich.
Wir sitzen in Luxemburg und arbeiten im gesamten Großherzogtum.